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Zahlreiche Zuschauer folgten am vergangenen Samstagnachmittag der Einladung zur Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Ofterdingen im Schützenhaus Ofterdingen.

Kurz nach 14 Uhr nahm das simulierte Einsatzgeschehen seinen Lauf.

Aufgrund einer starken Detonation im Gebäudeinneren des Schützenhauses, geriet die Holzvertäfelung des Saals in Brand.

Der daraus entstandene "Brandrauch" schnürte den vier Personen im Gebäude den Fluchtweg ab und breitete sich schnell auf den kompletten Saal aus.

Kommentiert wurde das Szenario von Kommandant Kurt Alexander.

Einsatzleiter Gäbele und Zugführer Werz beschlossen, eine Menschenrettung von zwei Seiten des Gebäudes durchzuführen.

Dies war die perfekte Möglichkeit, neben der bereits vorhandenen Wärmebildkamera, die zweite, neu beschaffte Wärmebildkamera im "Einsatz" zu testen.

Parallel zur Menschenrettung wurde eine erste Wasserversorgung aufgebaut.

Um zwei voneinander unabhängige Wasserversorgungen gewährleisten zu können, wurde eine zusätzliche Wasserentnahme aus offenem Gewässer errichtet.

Da es galt vier vermisste Personen zu retten, unterstützte ein weiterer Trupp unter Atemschutz die bereits eingesetzten Kräfte bei der Suche und Rettung der Personen und konnte das Feuer löschen.

Vor dem Gebäude machte sich der Sicherungstrupp einsatzklar.

Bei Bauweisen wie diesen ist es zudem möglich, dass sich im Fall eines Brandereignisses der Brand rasch ausbreitet.

Um der Brandausbreitung über den Dachstuhl des Gebäudes vorzubeugen, wurde eine Riegelstellung errichtet.

Mit einem B-Rohr von unten und dem später eingesetzten Dachwerfer, konnte somit eine Wasserwand simuliert werden.

Um die geretteten und leicht verletzten Personen optimal erstversorgen zu können, wurde eine Verletztensammelstelle eingerichtet.

Alle vier Geretteten wurden vom ebenfalls angerückten DRK untersucht.

Auch Kreisbrandmeister Marco Buess war vor Ort und gab den eingesetzten Kräften den ein oder anderen nützlichen Tipp mit auf den Weg.

Abschließend wurde das Gebäude mittels eingesetzten Lüftern belüftet und konnte wieder an das Schützenhaus übergeben werden.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Ofterdingen bedankt sich bei Jürgen Fuchs und dem Schützenhaus Ofterdingen für die Bereitstellung des Gebäudes und für die zusätzlich bereitgestellten Getränke im Anschluss.

Ein großes Dankeschön gilt auch dem DRK aus der Ortsgruppe Ofterdingen-Mössingen für Ihre Mithilfe.

Ein weiterer Dank geht an die Gemeinde Ofterdingen, Herrn Bürgermeister Reichert und den Gemeinderat.

Sie machten den Weg frei für die Beschaffung der zweiten Wärmebildkamera.

Dass diese Beschaffung mehr als sinnvoll war, konnte man bei diesem Szenario wieder sehr deutlich erkennen.