Informationen bei STURMWARNUNG

1. VOR dem Sturm:

  • Kinder zu sich rufen und beaufsichtigen
  • Schließen Sie alle Türen, Fenster, Dachfenster, Luken, Lichtkuppeln, etc.
  • Schließen Sie Rollläden oder Fensterläden
  • Rollen Sie Markisen auf
  • Bringen Sie im Freien stehende Gegenstände (z. B. Mülltonnen, Wäsche, Blumenkübel, Werkzeuge, Bretter, Platten, Planen, Folien usw.) unter Dach
  • Stellen Sie Ihr Auto - wenn möglich - in die Garage. Stellen Sie Ihr Auto nicht unter Bäumen oder unmittelbar unter Häusern ab
  • Verlassen Sie Zelte und Wohnwagen, da aufgrund mangelnder Verankerung Umsturzgefahr besteht. Suchen Sie Unterschlupf in einem nahen Gebäude
  • Bringen Sie Tiere in Sicherheit
  • Beenden Sie Partys und andere Freiluftveranstaltungen

2. WÄHREND des Sturms:

  • Verlassen Sie auf keinen Fall Ihre schützenden Räumlichkeiten, da die Gefahr von herabfallenden Ziegeln, Ästen, umstürzenden Bäumen oder elektrische Leitungen bestehen
  • Nehmen Sie während des Sturmes keine Sicherungsarbeiten im Freien vor
  • Bei einem eingetretenen Schadensereignis rufen Sie über den Notruf die Feuerwehr / Polizei
  • Halten Sie das Telefonat möglichst kurz
  • Rechnen Sie bei großflächigen Schadensausmaßen mit einem zeitlich verzögerten Einsatz der Einsatzorganisationen.

3. NACH dem Sturm:

  • Verfolgen Sie die aktuellen Informationen betreffend die allgemeine Lage über den lokalen Rundfunk
  • Für den Fall eines Stromausfalls sollten sie über ein Batterieradio verfügen. Notfalls können Sie Informationen über das Autoradio einholen.
  • Am Boden liegenden oder abgerissenen Stromleitungen dürfen Sie sich auf keinen Fall nähern, wobei der Mindestabstand 10 m beträgt. Melden Sie den Leitungsschaden der Feuerwehr.
  • Überprüfen Sie Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung auf Sturmschäden.
  • Zeigen Sie den festgestellten Schaden unverzüglich Ihrem Privat-Versicherer, bzw. auf der Gemeinde an.

4. AUTOFAHREN bei Sturm:

  • Tempo reduzieren: Damit gewinnt man wertvolle Zeit, um eventuell erforderliche Lenkkorrekturen durchzuführen und erreicht auch eine bessere Bodenhaftung des Fahrzeuges
  • Abstand halten: Nicht nur Autos mit Anhänger, sondern auch Lenker einspuriger Fahrzeuge geraten leicht ins Schwanken
  • Überholmanöver vermeiden: Bei unberechenbaren Böen sollten Überholmanöver vermieden werden. Besonders beim Überholen von Fahrzeugen mit großer Windangriffsfläche wie Lkw, Vans oder Wohnmobilen gerät man nämlich erst in den Sog des Windschattens und wird anschließend beim Weiterfahren mit voller Wucht vom Seitenwind getroffen
  • Auf den Straßenzustand achten: Es besteht die Gefahr, dass Hindernisse wie Äste, Dachziegel oder gar ganze Bäume auf der Fahrbahn liegen
  • Kritische Stellen sind häufig mit Windsäcken oder entsprechenden Verkehrsschildern gekennzeichnet. Zusätzlich ist es hilfreich, bei starkem Wind Bäume, Sträucher und den Vordermann verstärkt zu beobachten.
  • Bei orkanartigem Sturm oder Böen: Unterbrechen Sie Ihre Fahrt und suchen Sie einen geschützten Bereich auf. Stellen Sie Ihr Auto aber nicht unter Bäumen oder unmittelbar unter Häusern ab. Benutzen Sie keine Unterführungen, um Rettungskräften freie Zugangswege zu den Einsatzorten zu gewähren.